Nintendo Wii Skateboard-Controller – defekter Empfänger, einfache Reparatur

Ein Flohmarkt-Schnäppchen und ein paar Lötstellen später steht der nächsten Skatesession nichts mehr im Wege.

Ein Flohmarktfund, bei dem ich nicht Nein sagen konnte

Als regelmäßiger Flohmarktgänger freue ich mich immer, wenn ich ein vermeintliches Schnäppchen finde. So war es auch beim letzten Mal. Eine komplette Nintendo Wii mit Spielen und reichlich Zubehör – wobei das Zubehör für mich eigentlich das Interessanteste war: ein Skateboard-Controller für das Spiel Tony Hawk Ride.

Da ich für solche etwas ausgefalleneren Spiele-Gadgets durchaus zu haben bin und dieser Controller bisher komplett an mir vorbeigegangen war, hatte er direkt meine Neugier geweckt.

Als ich mit dem Standbetreiber ins Gespräch kam, meinte dieser irgendwann nur: „Für 40 Euro gehört alles dir.“

Ich musste erst einmal nachfragen, ob er damit nur den Skateboard-Controller meinte. Aber nein: Für 40 Euro sollte das komplette Paket inklusive Wii, Controllern, Balance Board und dem ganzen Zubehör den Besitzer wechseln.

Da habe ich nicht lange überlegt.

Nur das passende Spiel Tony Hawk Ride war leider nicht dabei. Wie es der Zufall wollte, fand ich es aber wenig später für 5 Euro an einem anderen Stand. Perfekt! Also ging es mit meiner Flohmarktbeute nach Hause und ich freute mich schon auf eine Runde Indoor-Skaten.

Die Ernüchterung kam zu Hause

Zu Hause angekommen, habe ich natürlich gleich alles aufgebaut. Doch aus der geplanten Skatesession wurde erst einmal nichts.

Der Skateboard-Controller benötigt einen speziellen USB-Empfänger, um sich mit der Wii zu verbinden. Und genau dieser wollte nicht funktionieren.

Bei genauerem Hinsehen fiel mir das kurze USB-Kabel am Empfänger auf. Das sah schon ziemlich mitgenommen aus. Der Kabelmantel war an einigen Stellen brüchig und sogar etwas von der Schirmung war bereits zu sehen.

Da das für mich die naheliegendste Fehlerquelle war, habe ich den kleinen Empfänger erst einmal aufgeschraubt.

Der geöffnete Empfänger mit Gehäuse und dem kurzen, schon ziemlich mitgenommenen USB-Kabel.

Das USB-Kabel unter Verdacht

Mit dem Multimeter habe ich anschließend die einzelnen Kontakte des USB-Kabels durchgemessen. Dabei konnte ich bei fast jedem Kontakt einen Kurzschluss zu anderen Kontakten feststellen.

Damit war ziemlich schnell klar: Das Kabel hatte seine besten Zeiten hinter sich und musste raus.

Die Platine des Empfängers mit dem alten USB-Kabel.

Ein neues Kabel muss her

Ein passendes Ersatzkabel musste ich dafür nicht extra bestellen. In meiner Wühlbox finden sich genug alte USB-Kabel, die für genau solche Fälle aufgehoben werden.

Also ein geeignetes Kabel herausgesucht, ein Ende abgeschnitten und die einzelnen Adern abisoliert. Anschließend habe ich das alte Kabel von der Platine ausgelötet und das neue entsprechend wieder angelötet.

Dann kam der erste vorsichtige Test: Empfänger an einen USB-Port angeschlossen und geschaut, ob sich überhaupt etwas tut.

Und siehe da: Die rote LED leuchtete wieder!

Das ließ schon einmal hoffen, dass der Empfänger noch lebt und tatsächlich nur das Kabel die Ursache war.

Das neue USB-Kabel ist eingelötet – und die rote LED leuchtet wieder. Das sah schon einmal vielversprechend aus.

Kleine Zugentlastung inklusive

Eine Kleinigkeit wollte ich vor dem Zusammenbau noch erledigen. Das neue Kabel sollte natürlich nicht direkt an den Lötstellen belastet werden, wenn später jemand daran zieht.

Für die Zugentlastung habe ich es ganz einfach gehalten: Ein Kabelbinder stramm um das Kabel gezogen, sodass dieser innen am Gehäuse anliegt.

Keine besonders spektakuläre Lösung – aber einfach und schnell gemacht.

Ein einfacher Kabelbinder dient als Zugentlastung für das neue USB-Kabel.

Zusammenbauen und testen

Nachdem der erste Test erfolgreich war, konnte der Empfänger wieder zusammengebaut werden. Aber eine leuchtende LED allein bedeutet natürlich noch nicht, dass auch alles funktioniert.
Also ab damit an die Wii, Tony Hawk Ride gestartet und den Skateboard-Controller verbunden.
Und tatsächlich: Der Controller wurde wieder erkannt und ließ sich problemlos mit dem Empfänger verbinden.

Wieder komplett zusammengebaut: der Empfänger mit neuem USB-Kabel und neuem Gehäuse.

Fazit: Manchmal ist es wirklich nur das Kabel

Am Ende war die Reparatur zum Glück deutlich einfacher als zunächst befürchtet. Ein defektes Stück USB-Kabel hatte dafür gesorgt, dass der eigentlich noch funktionierende Empfänger nicht mehr zu gebrauchen war.

Mit einem alten USB-Kabel aus der Wühlbox, etwas Lötzinn und einem Kabelbinder war die Sache schnell behoben.

Am Ende ist es nur eine kleine Ursache, die sich mit überschaubarem Aufwand beheben lässt.

Jetzt konnte die ursprünglich geplante Skatesession endlich stattfinden.

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